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15.09.2003

Bestimmung der Anlagenkennlinie

Die Anlagenkennlinie beschreibt die Abhängigkeit der Förderhöhe HA der Anlage vom Förderstrom Q.

Die notwendige Förderhöhe einer Pumpe in einer unverzweigten Rohrleitung erhält man aus der BERNOULLI-Gleichung für eindimensionale, stationäre Strömungen inkompressibler Medien:







Die mittleren Geschwindigkeiten über den Aus- und Eintrittsquerschnitt sind auf Grund des Kontinuitätsgesetzes meist vernachlässigbar klein, da die Behälterquerschnitte von Saug- und Druckbehälter groß gegenüber den Rohrquerschnitten sind.

Der statische Anteil der Anlagenkennlinie, d. h. der Teil, der vom Förderstrom unabhängig ist, lautet:




Für geschlossene Systeme ergibt sich dieser Wert zu null. Die Gesamtverlusthöhe setzt sich aus den Verlusten aller Komponenten der Saug- und Druckleitung zusammen. Sie ist bei genügend großen REYNOLDS-Zahlen dem Quadrat des Volumenstromes proportional.





Unter den genannten Voraussetzungen kann man nun die Parabel der Anlagenkennlinie angeben:



Der Proportionalitätsfaktor k wird aus dem gewünschten Betriebspunkt bestimmt.
Der Schnittpunkt der Anlagenkennlinie mit der pumpenspezifischen Drosselkurve (Pumpenkennlinie) stellt den Betriebspunkt dar.

Siehe auch:
Betriebspunkt
Förderhöhe
Förderstrom



Themengruppe ANLAGENKENNLINIE