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03.04.2008

Grundfos: Druckerhöhungsanlage Hydro MPC mit neuen Features

Grundfos, Erkrath.

Druckerhöhungsanlagen der Baureihe Hydro MPC (max. 720 m³/h Förderleistung; 400 m Förderhöhe) zeichnen sich durch einen energiesparenden und sicheren Betrieb aus.

Zum Einsatz kommen bis zu sechs vertikale, mehrstufige Hochdruckpumpen der Baureihe CR mit EFF1-Hochwirkungsgrad-Motoren. Diese Pumpen sind aufgrund ihrer Bauweise mit Patronengleitringdichtung und Ausbaukupplung besonders servicefreundlich.

Basierend auf den EFF1-Energiesparmotoren und zusammen mit der auf Energieeffizienz optimierten Anlagensteuerung (optimierter First in/First out-Pumpentausch; Energiesparmodus) ergeben sich im Schnitt bis zu 15 Prozentpunkte Wirkungsgradunterschied im Vergleich zu anderen Druckerhöhungsanlagen.

Nun hat Grundfos die Baureihe Hydro MPC weiterentwickelt. Kommunale Wasserversorger und Planer von Großobjekten werden neuen Sicherheits- und Effizienz-Features besonders schätzen.

Unter anderem kann der gewünschte Sollwert von einem anderen analogen Wert geführt werden – beispielsweise durch den Vordruck. Kommt es in diesem Fall zu einem drastischen Druckabfall im vorgelagerten Versorgungsnetz, so reduziert die Hydro MPC den Sollwert und damit gleichzeitig den Forderstrom. Während in normalen Fällen die Wassermangelsicherung die Druckerhöhungsanlage bei Vordrücken unter 1 bar abschaltet (wie es die DIN 1988 vorgibt), fördert die Hydro MPC mit einer reduzierten Leistung weiter. Somit ist eine Notversorgung mit reduzierter Leistung sichergestellt, bis sich der Vordruck ‚erholt’ hat.

Ansonsten können bei Aktivierung von Digitaleingängen bis zu sechs alternative Sollwerte vorgegeben werden – interessant ist das für kommunale Wasserversorger, die ihr Netz für unterschiedliche Feuerlöschaufgaben konfigurieren wollen.

Ebenfalls für die Belange der Wasserversorger entwickelt: Bei Systemen mit langen Zubringerleitungen berücksichtigt die MPC-Steuerung den differierenden Druckverlust bei veränderlichem Volumenstrom und spart so Energie ein (Proportionaldruckregelung). Zum Schutz des Rohrnetzes und um einen Rohrbruch im Verteilersystem schnell anzuzeigen, kann der Betreiber den Systemdruck mit Hilfe frei einstellbarer Werte überwachen (min./max. Drucküberwachung). Für nur kurzzeitige Druckspitzen ist eine zeitliche Ausblendfunktion vorgesehen.

Zwei Varianten stehen zur Wahl:

  1. MPC-E: Alle Pumpen sind mit einem integrierten Frequenzumformer ausgestattet (bis zu einer Motorleistung von 22 kW). Die Kommunikation zwischen Steuerung und Pumpen erfolgt allein über eine 3adrige Busleitung. So kann beim Zu- oder Abschalten die Drehzahl jeder einzelnen Pumpe variiert werden – die Schaltvorgänge sind netzschonend und nicht mehr wahrnehmbar. Vorteilhaft ist die sehr hohe Druckkonstanz; selbst bei veränderlichen Systemparametern wird das Rohrnetz geschont. Diese Variante bietet sich an zur Druckerhöhung in Wasserversorgungsnetzen und in der Gebäudetechnik.

  2. MPC-S: Die Pumpen werden über eine druckabhängige Kaskadensteuerung geführt. Diese Variante bietet sich in der Wasserversorgung beispielsweise an für das Füllen von Wasserspeichern etc. oder für industrielle Anwendungen ohne erhöhte Anforderungen an die Druckkonstanz.

Auch den Fernzugriff auf die Hydro MPC haben die Grundfos-Entwickler realisiert: Ein bereits im Standard integrierter VNC-Server ermöglicht ohne zusätzliche Hard- oder Software den Fernzugriff auf das System, als säße der Betreiber direkt vor Ort an der Anlage.

Bild: Grundfos, Erkrath.

Quelle: Grundfos

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