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04.06.2015

Tauchmotor-Chopperpumpen von Landia zerkleinern Feststoffe im Abwasser und verhindern Verstopfung

Aufgrund der ausschließlich positiven Erfahrungen im Rahmen des Testlaufs wurde im November 2013 die bisher eingebaute Restentleerungspumpe durch eine DG-I 80/4 kW ersetzt (Foto: Pumpentechnik Sprenger)

Nach fast jedem großen Schauer kam es in einem Regen-Rückhaltebecken für Mischwasser in Hagen, das vom Ruhrverband betrieben wird, zur Verstopfung der Entleerungs- und Restentleerungspumpen. Grund dafür waren Zöpfe von Hygieneartikeln, die die eingesetzten Pumpen nicht bewältigen konnten, woraufhin sie schließlich ausfielen. Die Folge war ein erheblicher Arbeitsaufwand und damit verbundene Kosten.

Um die erheblichen Schmutzfrachten künftig besser bewältigen zu können, baute Pumpentechnik Sprenger (PTS) zunächst testweise eine Tauchmotor-Chopperpumpe von Landia vom Typ DG-I als Entleerungspumpe ein. Diese bewährte sich so gut, dass sich der Betreiber entschied, schrittweise alle eingebauten Entleerungs- beziehungsweise Restentleerungspumpen auszutauschen.

„Textile Toilettenpapiere, die in Deutschland vermehrt verwendet werden, aber auch andere Hygieneartikel führen bei konventionellen Pumpen schnell zu Problemen“, berichtet PTS-Geschäftsführer Gerald Sprenger. Kritisch ist in diesem Zusammenhang zudem die Verringerung der Spülwassermenge etwa durch Toiletten mit Spartaste. Dadurch sind Verstopfungen vorprogrammiert. Auf der Suche nach einer dauerhaft betriebssicheren Lösung für diese und ähnliche Fälle nahm PTS im Januar 2013 erstmals Kontakt zu Landia auf. Da die Pumpen des dänischen Herstellers oft in aggressiven Umgebungen eingesetzt werden, sind sie von vornherein auf harte Betriebsbedingungen ausgelegt, so dass sie über eine lange Laufzeit betriebssicher arbeiten. Außerdem sind sie einfach zu warten und die Kosten für Ersatzteile liegen – ohne Abstriche bei der Lebensdauer zu machen – vergleichsweise niedrig.

Im Gegensatz zu anderen Chopperpumpen bildet das Messersystem bei den Landia-Modellen eine Einheit, die klar von Pumpengehäuse und Laufrad getrennt ist. Dadurch ist gewährleistet, dass grobe Feststoffe vor dem Eintreten in das Pumpengehäuse zerkleinert werden und dass das Pumpengehäuse und nachfolgende Rohrleitungen nicht verstopfen. Weiterhin sind Laufrad und Gehäuse durch das davorsitzende System aus schleißfesten Stahl-Messern, die sich bei Bedarf leicht auswechseln lassen, vor Verschleiß sowie einer Beschädigung durch Fremdkörper geschützt. „Die Ergebnisse, die wir mit Tauchmotorpumpen der DG-I-Baureihe sowie mit den trockengestellten Abwasser-Block-Pumpen der MPTK-I-Serie bei verschiedenen Kunden erzielen konnten, waren überaus zufriedenstellend“, resümiert Sprenger seine bisherigen Erfahrungen.

Spezielle Konstruktion für schwierige Medien und effektives Messersystem
Die DG-I-Baureihe ist ideal zur Zerkleinerung und zum Pumpen von Mediumsgemischen, wie etwa Abwasser mit groben Trockenstoffteilen, eignet sich aber auch für Schlamm oder Papierpulp. Das effektive Messersystem zerkleinert dabei die Trockenstoffteile und hält die Einsaugöffnung frei. Das Flügelrad wurde speziell für schwierige Medien konstruiert, wobei eine Leitspur im Gehäuse gewährleistet, dass Trockenstoffteile nicht in der Pumpe stecken bleiben. „Aufgrund dieser Merkmale ergeben sich weitere Anwendungsmöglichkeiten, beispielsweise in Biogasanlagen, in der Papierindustrie, in Schlachtereien, in der Fischindustrie oder in Kläranlagen“, erläutert Cord Cassens, Vertriebsleiter bei Landia.

Für solche Industrieanwendungen, bei denen mit mittlerem Druck gearbeitet wird, sind vierzehn Motorgrößen von 0,55 bis 30 kW lieferbar, die bei Bedarf auch explosionsgeschützt ausgeführt werden können. Der Pumpendurchmesser liegt je nach Motorgröße zwischen 50 und 150 mm, die maximale Leistung liegt bei etwa 475 m³/h. „Für die genaue Dimensionierung werden der Anwendungszweck, das Medium, der gewünschte Druck beziehungsweise die Leistung, der Trockenstoffinhalt sowie die Temperatur und die Förderhöhe berücksichtigt“, fügt Cassens hinzu. Für die Montage, die wahlweise horizontal oder vertikal erfolgen kann, und die Bedienung gibt es ein umfassendes Zubehörprogramm. Motor- beziehungsweise Pumpengehäuse und Flügelrad sind aus W 0.6025 gefertigt, das Messersystem aus gehärtetem Stahl.

Zuverlässig selbst bei erheblich verschmutztem Abwasser und Schlämmen
Im Fall des Regen-Rückhaltebeckens im Hagener Ortsteil Bathey mussten die Tauchpumpen zunächst einen Härtetest bestehen, bei dem vor Inbetriebnahme auf eine Reinigung des Beckens verzichtet wurde. „Ein Test im Juli 2013 sollte zeigen, ob die Landia-Pumpen überhaupt in der Lage sein würden, die erheblichen Schmutzfrachten zu bewältigen“, erinnert sich Sprenger. Bevor die erste Pumpe vom Typ DG-I 105/11 kW in Betrieb gehen konnte, fertigte PTS in enger Zusammenarbeit mit einem Monteur des Ruhrverbands einen Adapter für die neue Entleerungspumpe an. Das war nötig, weil die bisher eingesetzten Pumpen keinen DIN-Flanschanschluss hatten, sondern mit einer herstellerspezifischen Einhängevorrichtung ausgestattet waren. Ein Austausch des vorhandenen Fußstücks kam aus Kostengründen nicht in Betracht.

Aufgrund der ausschließlich positiven Erfahrungen – selbst stark verschmutzte Abwässer und Schlämme ließen sich im Rahmen des Testlaufs problemlos fördern – wurde im November 2013 die bisher eingebaute Restentleerungspumpe durch eine DG-I 80/4 kW mit entsprechendem Adapter ersetzt. „Im April 2014 wurde auch die zweite Entleerungspumpe gegen eine Landia DG-I 105/11 kW ausgetauscht, die dritte soll in diesem Jahr folgen“, so Sprenger.

Erhöhte Gasausbeute dank trockenaufgestellter Chopperpumpen
In mehreren Kläranlagen hat PTS außerdem mit Erfolg trockenaufgestellte Chopperpumpen der Baureihe MPTK-I eingebaut. Dort wurden zuvor sogenannte Heizschlamm-Umwälzpumpen zur Beschleunigung der Ausfaulung in den Faultürmen eingesetzt, bei denen es ebenfalls zu Verstopfungsproblemen kam. „Nach dem Austausch stellte der Betreiber als positiven Nebeneffekt auch einen erhöhten Gasanfall fest“, bemerkt Sprenger. In einem anderen Fall musste zwar nur geklärtes Abwasser gefördert werden, jedoch setzten Fadenalgen die Pumpen mit der Zeit zu. Durch den Einsatz von zwei Landia MPTK-I konnte das Problem behoben werden.

Die Chopperpumpe, deren Gehäuse wie das der Tauchpumpen aus Gusseisen ist, wird außerhalb des Tanks im Freien angebracht und ist daher leicht zu überwachen und zu warten. Die Flüssigkeit wird durch geschlossene Rohre zur Pumpe hin und von ihr weg transportiert. Auch hier sind vierzehn Motorgrößen von 0,55 bis 30 kW erhältlich und die maximale Leistung liegt bei etwa 475 m³/h. Die Pumpe kann mit Standard- oder erweitertem Messersystem geliefert werden und ist auch als Druckerhöher über größere Entfernungen einsetzbar. Montieren lässt sich die MPTK-I horizontal sowie vertikal – mit Hilfe von speziellem Einbauzubehör auch in bestehenden Installationen.

Bild: Aufgrund der ausschließlich positiven Erfahrungen im Rahmen des Testlaufs wurde im November 2013 die bisher eingebaute Restentleerungspumpe durch eine DG-I 80/4 kW ersetzt (Foto: Pumpentechnik Sprenger)

Quelle: Landia GmbH

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