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19.10.2016

50 Millonen Wasserumwälzpumpen aus Sachsen

Wasserumwälzpumpe (Foto: Rheinmetall Automotive

Mit der Fertigstellung der 50-millionsten Wasserumwälzpumpe (WUP) hat Pierburg in Hartha/Sachsen einen neuen Rekord aufgestellt. Die Produktion von elektrischen Wasserumwälzpumpen, einer Eigenentwicklung des Werks, ist bereits seit 1996 eine feste Größe für den Standort und sichert Umsatz und Beschäftigung.

Zusätzliche Produktionskapazitäten hat der Automobilzulieferer Rheinmetall Automotive, zu dem das Werk ganz in der Nähe von Döbeln gehört, außerdem in China aufgebaut. "50 Millionen WUPs sind eine bemerkenswerte Zahl, auf die Management und Belegschaft stolz sein können. Sie zeigt uns, dass wir hier in Hartha gut aufgestellt sind. Weitere Aufträge für Wasserumwälzpumpen sind bereits gebucht, so dass wir hoffen, auch in Zukunft mit dem Millionenseller Rekorde aufstellen zu können" so Werkleiter Peter Geissler.

Alle bisher in Hartha produzierten WUPs zusammen könnten mit ihrer Leistung den Bärwalder See, den mit einer Fläche von 13 km² und einer maximalen Tiefe von 58 Metern größten See Sachsens, in rund dreieinhalb Stunden leer pumpen.

Erfolgsmodell heute noch leiser

Bei der elektrisch kommutierten Wasserumwälzpumpe handelt es sich um eine Eigenentwicklung des sächsischen Standortes, die mittlerweile in alle Welt an Automobilhersteller und deren Zulieferer geliefert wird. Sie ist gekennzeichnet durch eine kompakte Bauweise, weist durch ihren bürsten- und dichtungslosen Elektromotor eine geringe Verschleißanfälligkeit auf und zeichnet sich durch eine hohe Laufruhe und geringe Geräuschentwicklung aus. Die stetig nach den neuesten technischen Anforderungen weiter entwickelte Pumpe gibt es mittlerweile bereits in der vierten Produktgeneration. Diese erlaubt eine Diagnosefähigkeit ihrer Betriebszustände und eine Regelung der Drehzahl. Außerdem existiert eine leistungsgesteigerte Version mit einem um zwanzig Prozent verbesserten Förderdruck. Die jüngste Generation ist noch leiser als ihre Vorgängermodelle.

Eingesetzt werden kann die Pumpe überall dort, wo Kühl- oder Heizungsaufgaben unabhängig oder zusätzlich zum Hauptkreislauf des Fahrzeugs realisiert werden müssen. So zum Beispiel bei der Kühlung von Turboladern, Leistungselektroniken oder Abgasrückführsystemen, außerdem zur Heizungsunterstützung, Nachwärmenutzung oder bei Standheizungen.

Bei der Pumpe sind das Pumpenwerk und die elektrische Ansteuerung hermetisch voneinander getrennt. Die kompakte Bauweise wird durch die Kombination von Pumpenrad, mechanischer Lagerung und magnetischem Rotor erreicht. Geringe Abmessungen erlauben die Installation in jeder Einbaulage.

Über Rheinmetall Automotive

Rheinmetall Automotive, Neckarsulm, gehört mit einem Jahresumsatz von rund 2,6 MrdEUR (2015) zu den 100 größten Automobilzulieferern weltweit und verkörpert den Bereich Mobilität innerhalb des deutschen Rheinmetall Konzerns. An insgesamt rund 40 Produktionsstandorten in Europa, Nord- und Südamerika sowie in Japan, Indien und China entwickeln und fertigen etwa 11.000 Mitarbeiter Komponenten, Module und Systeme für die Antriebstechnik aktueller und künftiger Fahrzeuge. Als eingeführter Entwicklungspartner der weltweiten Automobilhersteller begleitet das Unternehmen seit über einhundert Jahren die nachhaltige Verbesserung der Motorentechnik im Hinblick auf Schadstoffarmut, Verbrauchsreduktion und CO2- Einsparung sowie bei der Gewichtsreduzierung und Leistungssteigerung. Dies gilt nicht nur für Personenkraftwagen, sondern in gleichem Maße auch für Nutzfahrzeuge und Großmotoren. Das Lieferspektrum umfasst Systeme und Komponenten zur Schadstoffreduzierung und Kraftstoffeinsparung, Kühlmittel-, Öl- und Vakuumpumpen sowie Kolben, Gleitlager, Motorblöcke, Zylinderköpfe und Strukturbauteile. Über seine Division Motorservice betreibt das Unternehmen ein weltweites Ersatzteilgeschäft.

Bild: Wasserumwälzpumpe (Foto: Rheinmetall Automotive

Quelle: Rheinmetall Automotive

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